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                        </link><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h1&gt;&#xAB;Pensionskassen k&#xF6;nnten h&#xF6;here Renten zahlen&#xBB;&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Impressum&lt;/strong&gt;: Autor ist Herbert Br&#xE4;ndli (&lt;a name="stern-z" id="stern-z"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="#stern"&gt;Details&lt;/a&gt;) &#x2013; &lt;a href="http://www.finews.ch/news/versicherungen/4072-lpensionskassen-koennten-hoehere-renten-zahlenr" target="_blank" title="Link finews.ch von B+B Vorsorge AG"&gt;Statement in finews.ch&lt;/a&gt;, 31.&#xA0;August 2010.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;Mit einer Steigerung der Effizienz k&#xF6;nnten Vorsorge-Institutionen bis zu 50 Prozent h&#xF6;here Altersrenten zahlen, schreibt Finanzexperte Herbert Br&#xE4;ndli.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Pensionskassen transformieren zur Hauptsache Lohnbestandteile von Arbeitnehmern in Altersrenten. Dank schweizerischer Pr&#xE4;gung sind sie vorz&#xFC;glich geeignet f&#xFC;r hohe Ertr&#xE4;ge und den Ausgleich von biometrischen und zeitlichen Schwankungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Unabh&#xE4;ngigkeit gegen&#xFC;ber den Sponserfirmen und eine grunds&#xE4;tzliche Entsagung gegen&#xFC;ber Fremdkapital bescheren ihnen spezielle Voraussetzungen und F&#xE4;higkeiten f&#xFC;r die Anlaget&#xE4;tigkeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ideale Voraussetzungen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit ganz wenigen Ausnahmen lassen die Eigner von Pensionskassen das angesparte Verm&#xF6;gen bis zum Alter 65 liegen. Letztere k&#xF6;nnen darum langfristig disponieren und verf&#xFC;gen &#xFC;ber ideale Voraussetzungen, Wertschwankungen zu &#xFC;berbr&#xFC;cken, welche ansonsten die Freiheitsgrade der Verm&#xF6;gensverwaltung stark beschr&#xE4;nken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch ab 65 bleiben die Vorsorgeverm&#xF6;gen mehrheitlich erhalten. Diese werden dann in Renten umgewandelt und bis zum Lebensende abgetragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Unbegrenzte Risikof&#xE4;higkeit&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf Grund der Lebenserwartung rechnet man heute in der 2. S&#xE4;ule mit individuellen Vorsorgezyklen um 60 Jahre. Entsprechend lange Anlageperioden &#xFC;berlagern sich f&#xFC;r unterschiedliche Jahrg&#xE4;nge und verleihen den Pensionskassen, gemessen an Volatilit&#xE4;ten, eine beinahe unbegrenzte Risikof&#xE4;higkeit, die lediglich durch eigene, systemische und regulatorische Unzul&#xE4;nglichkeiten eingeschr&#xE4;nkt werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Schwankungsrisiken von Anlagevehikeln korrelieren ausgepr&#xE4;gt mit der Zeit. Auf einj&#xE4;hriger Basis werden betr&#xE4;chtliche Unterschiede beobachtet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Unterschiedliche Rentabilit&#xE4;t&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ab Haltezeiten von 30 Jahren bewegen sich die Schwankungen aber in einer sehr schmalen Bandbreite. Die Standardabweichungen sind dann durchwegs kleiner als 2 Prozent und k&#xF6;nnen so anlagetechnisch weitgehend vernachl&#xE4;ssigt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bez&#xFC;glich der Renditen ergibt sich keine analoge Angleichung. Seit 1925 bis heute rentierten Aktien, Immobilien und Obligationen im schweizerischen Vergleich mit 8 Prozent, 6,5 Prozent respektive 4,5 Prozent sehr unterschiedlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Reale Wertvernichtung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weltweit sind diese Differenzen noch viel pr&#xE4;gnanter. &#xDC;ber die vergangenen 110 Jahre konnten in den wichtigsten Wirtschaftsl&#xE4;ndern mit Aktien bis zu f&#xFC;nf mal mehr Ertr&#xE4;ge erzielt werden als mit Obligationen. Auf realer Basis wurden in Japan, Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien &#xFC;ber dieselbe Zeitspanne mit Obligationen sogar Werte vernichtet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Schweiz sind die Vorsorgeverm&#xF6;gen aktuell zu 10 Prozent Cash, 15 Prozent Aktien, 50 Prozent Obligationen, 15 Prozent Immobilien und 10 Prozent in diverse andere Anlagen investiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Verbesserte Effizienz&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit einer Verschiebung dieser Portfoliostruktur zu Gunsten der ertragstarken Aktien und Immobilien k&#xF6;nnen Pensionskassen ihre Effizienz und damit die Sicherheit der betrieblichen Altersvorsorge massgeblich und nachhaltig verbessern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;W&#xE4;hrend die aktuelle Struktur langfristige Ertr&#xE4;ge unter 5 Prozent erwarten l&#xE4;sst, &#xF6;ffnet sich den Pensionskassen mit einem erh&#xF6;hten Aktien- und Immobilienengagement ein betr&#xE4;chtliches Steigerungspotential.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vorfinanzierung m&#xF6;glich&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit entsprechend h&#xF6;heren Zinsgutschriften k&#xF6;nnen die Altersrenten um mindestens die H&#xE4;lfte erh&#xF6;ht und gleichzeitig ihre zunehmende Laufzeit vorfinanziert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beispielsweise konnte die &lt;a title="Profond Vorsorgeeinrichtung - h&#xF6;here Zinsgutschriften mit Umwandlungssatz 7.2%" target="_blank" href="http://www.profond-vorsorgeeinrichtung.ch/"&gt;Sammelstiftung Profond&lt;/a&gt; mit dieser Strategie &#xFC;ber die letzten 20 Jahre eine mittlere Performance von 5,8 Prozent erwirtschaften, durchschnittliche Zinsgutschriften von 4,7 Prozent gew&#xE4;hren und einen Umwandlungssatz von 7,2 Prozent halten. Die Wertsch&#xF6;pfung reichte zus&#xE4;tzlich f&#xFC;r mittlere j&#xE4;hrliche Rentenerh&#xF6;hungen von 0,8 Prozent.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;&lt;a id="stern" name="stern"&gt;&lt;/a&gt;Herbert Br&#xE4;ndli ist Betriebswirtschafter und Eidg. dipl. Pensionsversicherungsexperte mit einem breit diversifizierten Auftragsportefeuille. Er ist Gr&#xFC;nder und Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrer der B+B Vorsorge AG und schreibt regelm&#xE4;ssig f&#xFC;r finews.ch. &lt;a href="#stern-z"&gt;Zur&#xFC;ck&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Br&#xE4;ndli Herbert</dc:creator><dc:date>2010-08-31T00-00-00Z</dc:date></item><item><title>50 Prozent h&#xF6;here Altersrenten sind m&#xF6;glich </title><link>http://www.bb-vorsorge.ch/de/ueber-uns/vorsorgewissen/artikel/50-prozent-hoehere-altersrenten-sind-moeglich_13239.html
                        </link><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h1&gt;50 Prozent h&#xF6;here Altersrenten sind m&#xF6;glich&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Impressum&lt;/strong&gt;: Autor ist Herbert Br&#xE4;ndli (&lt;a name="stern-z" id="stern-z"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="#stern"&gt;Details&lt;/a&gt;) &#x2013; Artikel in stocks.ch (Experten-Kolumne), 27. August 2010. &lt;a title="stocks.ch - Download Artikel Herbert Br&#xE4;ndli von B+B Vorsorge AG" target="_blank" href="http://www.stocks.ch/home_nachricht/50_Prozent_hoehere_Altersrenten_sind_moeglich_1232"&gt;Link stocks&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;Pensionskassen k&#xF6;nnen ihren Auftrag mit risikoarmen Finanzprodukten, wie Geldmarktanlagen, Obligationen und den darauf basierenden Derivaten, niemals erf&#xFC;llen. Zur Generierung kaufkrafterhaltender Rentenleistungen, dem origin&#xE4;ren Ziel der BVG-Gesetzgebung, m&#xFC;ssen Pensionskassen Aktien halten und mit der Beteiligung an innovativen und wertsch&#xF6;pfenden Unternehmen an der Entwicklung der lokalen und globalen Wirtschaft teilhaben.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Das Ertragspotenzial und die damit verbundenen Anlagerisiken sind untrennbar mit der Haltedauer der Anlagen verkn&#xFC;pft. Die Schwankungsrisiken verschiedener Anlagevehikel korrelieren hochgradig mit der Zeit. W&#xE4;hrend auf einj&#xE4;hriger Basis betr&#xE4;chtliche Unterschiede beobachtet werden, bewegen sich die Volatilit&#xE4;ten der Basisanlagen ab Haltezeiten von 30 Jahren in sehr schmalen Bandbreiten: Ihre Standardabweichungen tendieren unter ein Prozent und k&#xF6;nnen aus wirklich langfristiger Sicht bei der Allokation der Portfolios weitgehend vernachl&#xE4;ssigt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Garantiert lange Anlagehorizonte lassen die Portfoliostrukturen auf langfristige Renditeerwartungen ausrichten. Auf lange Sicht rentierten Aktien, Immobilien und Obligationen im schweizerischen Vergleich mit 8 Prozent, 6,5 Prozent bzw. 4,5 Prozent. Diese Renditeunterschiede sind weltweit noch viel ausgepr&#xE4;gter. Mit Aktien wurden seit 1900 nominell f&#xFC;nfmal mehr Ertr&#xE4;ge erzielt als mit Obligationen. Auf realer Basis haben wichtige Wirtschaftsl&#xE4;nder wie Japan, Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien mit Obligationen und Geldmarktanlagen seither mit negativen Renditen sogar Werte vernichtet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pensionskassen berechnen ihre Leistungen anhand von technischen Zinss&#xE4;tzen, die sich an der langfristig erwarteten Rendite orientieren. Ein ad&#xE4;quates Risikomanagement muss daher in erster Linie die langen Anlagefristen sicherstellen, indem beispielsweise nat&#xFC;rlich gegebene Solidarit&#xE4;ten erhalten und nicht individuellen Besitzanspr&#xFC;chen oder unangemessenen Regulierungsvorgaben geopfert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gilt der Index &#xAB;Pictet BVG-25 plus&#xBB; als anerkannte Benchmark, obwohl die aktuelle durchschnittliche Allokation der Pensionskassen je eine rund zehn Prozentpunkte h&#xF6;here Aktien- und Immobilienquote aufweist. Trotzdem dr&#xE4;ngen gewisse Kreise mit Hinweis auf kurzfristige Volatilit&#xE4;ten sogar auf eine weitere Reduktion der technischen Zinss&#xE4;tze und m&#xF6;chten diese dem momentan sehr tiefen Zinsniveau angleichen. Damit setzen sie den Vorsorgeeinrichtungen ein falsches, ja sogar gef&#xE4;hrliches Signal. In einer historisch einmaligen Tiefzinsphase liegen auch die kurzfristigen Anlagerisiken mehr bei den hoch bewerteten und schwach rentierenden Nominalwert-Anlagen als bei den tief bewerteten und hoch rentierenden Realanlagen. Aktien haben den Grossteil ihres zyklischen Abschwungs bekannterweise im vergangenen Jahrzehnt bereits hinter sich gebracht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um dieser verkehrten Risikowahrnehmung sowie der in der beruflichen Vorsorge artfremden Kurzfristigkeit nicht weiter Vorschub zu leisten, sollten die minimalen Referenzzinss&#xE4;tze zumindest auf die aktuelle durchschnittliche Anlagestrategie fokussiert werden. Bereits der als Referenz-Portfolio benutzte Mix mit 25 Prozent Aktien und 75 Prozent festverzinslichen Anlagen l&#xE4;sst einen technischen Zinssatz von 4,4 Prozent nachhaltig erwirtschaften. Chancenreichere Portfoliozusammensetzungen mit l&#xE4;ngerfristiger Ausrichtung verm&#xF6;gen diesen Satz klar zu &#xFC;bertreffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#xFC;r Pensionskassen ist der konstante Einsatz von ertragsstarken Anlagevehikeln unabdingbar. Reale Kaufkraft-Erhaltung kann mit Nominalwerten sowieso nicht erzielt werden. Mit einem erh&#xF6;hten Aktien- und Immobilienengagement er&#xF6;ffnet sich ein betr&#xE4;chtliches Steigerungspotenzial. Die Verschiebung der aktuellen durchschnittlichen Portfoliostruktur zugunsten von Aktien und Immobilien kann Effizienz und Sicherheit der betrieblichen Altersvorsorge massgeblich und nachhaltig verbessern. Eine Umkehr der anerkannten Benchmark auf 75 Prozent Aktien und 25 Prozent festverzinsliche Anlagen w&#xFC;rde zu einem technischen Zinssatz von &#xFC;ber 6 Prozent f&#xFC;hren. Bereits mit 5 Prozent k&#xF6;nnten die Altersrenten trotz zunehmender Laufzeiten gegen&#xFC;ber heute um mindestens die H&#xE4;lfte erh&#xF6;ht werden.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;&lt;a id="stern" name="stern"&gt;&lt;/a&gt;Herbert Br&#xE4;ndli ist Betriebswirtschafter und Eidg. dipl. Pensionsversicherungsexperte mit einem breit diversifizierten Auftragsportefeuille. Herbert Br&#xE4;ndli ist Gr&#xFC;nder und Leiter der B+B Vorsorge AG, welche sich zur Aufgabe gemacht hat, mehr Dynamik und Transparenz in die berufliche Vorsorge zu bringen und ihren Kunden eine fundierte Beratung sowie interessante Alternativen zu bieten. &lt;a href="#stern-z"&gt;Zur&#xFC;ck&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Br&#xE4;ndli Herbert</dc:creator><dc:date>2010-08-30T00-00-00Z</dc:date></item><item><title>"Solidarit&#xE4;ten im Alterssparen" vs. "Nur Transparenz f&#xFC;hrt zu verbesserter Leistung"</title><link>http://www.bb-vorsorge.ch/de/ueber-uns/vorsorgewissen/artikel/solidaritaeten-im-alterssparen-vs-nur-transparenz-fuehrt-zu-verbesserter-leistung_13036.html
                        </link><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h1&gt;Solidarit&#xE4;ten im Alterssparen&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;Eine Replik zum Vorwurf von systemwidriger Umverteilung im BVG&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Impressum&lt;/strong&gt;: Autoren sind Dr. Roger Baumann, Dr. Reto Leibundgut sowie Professor Olaf Meyer (&lt;a id="stern-z" name="stern-z"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="#stern"&gt;Details&lt;/a&gt;) &#x2013; Erschienen am 12. August 2010 in der NZZ. Mit freundlicher Genehmigung des Autors.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Roger Baumann, Reto Leibundgut&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;Es besteht ein Konsens, dass in der zweiten S&#xE4;ule Geld auf intransparente Weise umverteilt wird. Die Autoren des folgenden Beitrags vertreten die Position, es werde dennoch eine bessere Vorsorgeleistung erbracht. Professor Olaf Meyer h&#xE4;lt dagegen.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;System sollten auch aus &#xF6;konomischer Sicht nicht per se verurteilt werden. Im Artikel &#xAB;Umverteilung unterminiert die zweite S&#xE4;ule&#xBB; (NZZ 30.7.10) wird suggeriert, real existierende Solidarit&#xE4;ten seien &#xF6;konomisch fragw&#xFC;rdig (wenn nicht sogar falsch) und geeignet, die Effizienz der beruflichen Vorsorge zu schm&#xE4;lern. Der Autor reiht sich damit in die Liste derjenigen ein, die jede fehlende Individualit&#xE4;t und damit unweigerlich das System der beruflichen Vorsorge als Ganzes in Frage stellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gewinne in der Risikovorsorge&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die aufgrund der kollektiven Finanzierung der Risikoleistungen erzeugten Umverteilungen innerhalb der Risikoversicherung der zweiten S&#xE4;ule sind mehrheitlich einfach darstellbar und nachvollziehbar. Versicherungsmathematisch ist es mit deutlich h&#xF6;heren Verwaltungskosten ohne weiteres m&#xF6;glich, alle Solidarit&#xE4;ten in der Finanzierung der Risikoleistungen aufzul&#xF6;sen, indem die pers&#xF6;nliche und famili&#xE4;re Situation jedes einzelnen Arbeitnehmers erfasst, &#xE4; jour gehalten und in versicherungstechnisch korrekte Pr&#xE4;mien umgerechnet wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hierdurch wird aber kein Effizienzgewinn entstehen, da die Pr&#xE4;miensumme wohl kaum tiefer (Allokation), sondern nur anders verteilt (Distribution) wird. Auch im Alterssparen gibt es zahlreiche,&#xA0;teilweise vielleicht gesellschaftlich unerw&#xFC;nschte Solidarit&#xE4;ten, die gr&#xF6;sstenteils distributiv sind und deren Aufl&#xF6;sung daher keine Effizienzverbesserung bewirkt. Aus heutiger Sicht unerw&#xFC;nschte Solidarit&#xE4;ten wie subventionierte Fr&#xFC;hpensionierung, Besitzst&#xE4;nde usw. sollten im versicherungstechnischen Gutachten des gesetzlich verordneten Pensionsversicherungsexperten aufgedeckt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mittragen, profitieren&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alle bisher erw&#xE4;hnten Solidarit&#xE4;ten sind aber beinahe bedeutungslos im Vergleich zur gr&#xF6;ssten Solidarit&#xE4;t in der zweiten S&#xE4;ule: dem Transfer von Finanzmarkt-Risiken zwischen Generationen. Dieser Leistung kommt im Kern die gr&#xF6;sste &#xF6;konomische Legitimation der beruflichen Vorsorge in der Schweiz zu. Wie funktioniert dieser Risikotransfer? Als Beispiel diene dasjenige von Prof. Meyer: Nach einem schlechten B&#xF6;rsenjahr wie 2008 wird der Verm&#xF6;gensverlust durch die Aufl&#xF6;sung von Reserven aufgefangen. Das Sparkapital eines kurz vor der Pensionierung stehenden Versicherten wird im schlechtesten Fall mit 0% verzinst; damit werden schlimmstenfalls 3-4% der urspr&#xFC;nglich anvisierten Rente vernichtet. Eine transparente Weitergabe der effektiven, negativen Anlagerendite 2008 w&#xFC;rde wie etwa bei 401k-Pl&#xE4;nen in den USA geschehen mit der durchschnittlichen Anlagestrategie der Schweizer Pensionskassen zu einem Rentenverlust von etwa 15-20% f&#xFC;hren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erm&#xF6;glicht wird diese Sicherheit durch die j&#xFC;ngeren Generationen von Versicherten, indem ihnen ein Teil der k&#xFC;nftigen effektiven Anlagerendite vorenthalten wird und unter Umst&#xE4;nden zusammen mit Sanierungsbeitr&#xE4;gen zur &#xC4;ufnung der nach der Krise stark reduzierten Reserven verwendet wird. In der individuellen Variante lastet also das Finanzmarkt-Risiko aufgrund der anstehenden Pensionierung und der H&#xF6;he des bereits angesparten Kapitals haupts&#xE4;chlich auf den Schultern der &#xE4;ltesten aktiven Versicherten, w&#xE4;hrend in einer kollektiven Variante bei gleichem Renditepotenzial das Finanzmarkt-Risiko auf alle Jahrg&#xE4;nge verteilt werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dasselbe Argument aus einer anderen Perspektive: Welcher Arbeitnehmer mit einem Alter &#xFC;ber 45 oder 55 Jahren h&#xE4;tte den Mut, wie eine Pensionskasse durchschnittlich 35% des Sparguthabens in Aktien und aktien&#xE4;hnliche Anlagen zu investieren, wenn er w&#xFC;sste, dass die H&#xF6;he der Rente vom Erfolg dieser Anlagen abh&#xE4;ngig sein wird? Es ist davon auszugehen, dass mit zunehmendem Alter die Aktienquote deutlich reduziert und eine konservativere Anlagestrategie gew&#xE4;hlt w&#xFC;rde. Wenn ber&#xFC;cksichtigt wird, dass &#xFC;ber 80% des Altersguthabens in der beruflichen Vorsorge auf die Versicherten ab Alter 45 und &#xFC;ber 50% auf die Versicherten ab Alter 55 entfallen, wird klar, dass das Gesamtrisiko und damit das langfristige Renditepotenzial in einem rein individuellen Vorsorgesystem reduziert werden m&#xFC;sste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gesunde Solidargemeinschaft&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zus&#xE4;tzlich w&#xFC;rde in einer individuellen Vorsorgel&#xF6;sung die dann erzwungenermassen vorsichtige Investition des den Rentnern zustehenden Kapitals zurzeit maximal einen Umwandlungssatz von rund 5,6% erlauben. In Pensionskassen mit durchschnittlicher Altersstruktur erlaubt aber das Kollektiv auch f&#xFC;r die Rentner eine gemischte Anlagestrategie und so einen Umwandlungssatz von &#xFC;ber 6%. Erm&#xF6;glicht wird dieser Risikotransfer dank der Kombination von Obligatorium, einer festen Bindung an den Arbeitgeber sowie der Non-Profit-Struktur einer autonomen Pensionskasse. Die freie Wahl der Pensionskassen w&#xFC;rde etwa diesen Risikotransfer gef&#xE4;hrden. Der Preis f&#xFC;r ein unter dem Strich besseres Risiko-Rendite-Verh&#xE4;ltnis ist also die Zwangsgemeinschaft in einer durch den parit&#xE4;tisch gew&#xE4;hlten Stiftungsrat gelenkten Pensionskasse. Bei allem Verst&#xE4;ndnis f&#xFC;r den &#xF6;konomischen Individualisierungs-Reflex sollte in der beruflichen Vorsorge, einer gelungenen Kombination von Kapitaldeckung und gesunder Solidargemeinschaft, das Kind nicht mit dem Bade ausgesch&#xFC;ttet werden.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;h1&gt;Nur Transparenz f&#xFC;hrt zu verbesserter Leistung&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Olaf Meyer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die beiden Verfasser sind der Auffassung, dass, erstens, Umverteilung im Vorsorgebereich in bestimmten F&#xE4;llen die Effizienz erh&#xF6;he. Dabei soll es sich mehrheitlich, das ist der zweite Einwand, um erw&#xFC;nschte Solidarit&#xE4;ten handeln. Weiter ziehen sie auch nicht in Zweifel, dass es eine generelle Charakteristik der Umverteilung ist, Effizienz zu verringern. Im Folgenden seien die beiden Argumente beleuchtet:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&gt; &lt;strong&gt;Transfer zwischen Generationen&lt;/strong&gt;:  Jeden Monat wechseln viele Menschen ihren Arbeitsplatz und damit zumeist auch die Vorsorgeeinrichtung. Jede Kasse hat ihre eigene Anlagestrategie und auch Finanzsituation. Diese Alltagsrealit&#xE4;t f&#xFC;hrt sicher nicht zu einer Optimierung. Allein die Verwaltung der Ein- und Austritte, der Abzug der angelegten Gelder und die Neuinvestition verursachen Kosten. Weiterhin beziehen viele anstelle der Rente das Kapital. Ein Transfer zwischen Generationen im Sinne der Verfasser ist deshalb theoretisch und realit&#xE4;tsfern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch wichtiger ist: Ein Unternehmen im Markt muss um Kunden werben und realisiert unter Konkurrenzdruck hohe Effizienzgewinne. Wie k&#xF6;nnen diese Potenziale den Schweizer Pensionskassen erschlossen werden? Voraussetzung hierzu ist umfassende Information. Dass auch Transparenz etwas kostet, kann nicht ohne die viel h&#xF6;heren Effizienzgewinne als Pluspunkt betrachtet werden, &lt;br /&gt;
die aus dem verbesserten Wettbewerb resultieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&gt; &lt;strong&gt;Zu den Solidarit&#xE4;ten&lt;/strong&gt;: Der Vorschlag, die &#xAB;Jungen&#xBB; mit einem Teil des Anlagerisikos der &#xAB;Alten&#xBB; zu belasten, ist Umverteilung. Gew&#xFC;nschte Absicherung f&#xFC;r Aktive, die kurz vor der Pension stehen, kann verteilungsneutral angeboten werden. In einer Welt von Individualisten sind immer weniger Menschen in aufgezwungenen Kollektivl&#xF6;sungen gl&#xFC;cklich. Die Aussage, dass es sich mehrheitlich um gew&#xFC;nschte Solidarit&#xE4;ten handelt, sollte also &#xFC;berpr&#xFC;ft werden, indem verschiedene L&#xF6;sungen zur Wahl gestellt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Voraussetzung f&#xFC;r h&#xF6;here Leistungen der Pensionskassen ist frei zug&#xE4;ngliche und klare Information in allen relevanten Bereichen. Damit k&#xF6;nnen Anlageerfolg und Versicherungspr&#xE4;mie f&#xFC;r jeden Einzelnen &#xF6;konomisch korrekt abgerechnet werden.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;&lt;a name="stern" id="stern"&gt;&lt;/a&gt;Professor Olaf Meyer ist Leiter des Instituts &amp;quot;Finance und Altersvorsorge&amp;quot; an der Hochschule f&#xFC;r Wirtschaft Freiburg i. &#xDC;.. Dr. Roger Baumann ist Lehrbeauftragter an der Universit&#xE4;t St. Gallen, Aktuar SAV und eidg. dipl. Pensionsversicherungsexperte der c-alm AG in St. Gallen. Dr. Reto Leibundgut ist Aktuar SAV und eidg. dipl. Pensionsversicherungsexperte bei der Firma allvisa in Z&#xFC;rich. &lt;a href="#stern-z"&gt;Zur&#xFC;ck&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Meyer Olaf</dc:creator><dc:date>2010-08-24T00-00-00Z</dc:date></item><item><title>Umverteilung unterminiert die zweite S&#xE4;ule</title><link>http://www.bb-vorsorge.ch/de/ueber-uns/vorsorgewissen/artikel/umverteilung-unterminiert-die-zweite-saeule_13064.html
                        </link><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h1&gt;Umverteilung unterminiert die zweite S&#xE4;ule&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;Ein Pl&#xE4;doyer f&#xFC;r mehr Transparenz im BVG-Sparprozess und in den angrenzenden Versicherungsleistungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Impressum&lt;/strong&gt;: Autor ist Professor Olaf Meyer (&lt;a name="stern-z" id="stern-z"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="#stern"&gt;Details&lt;/a&gt;) &#x2013; Erschienen am 12. August 2010 in der NZZ. Mit freundlicher Genehmigung des Autors.&lt;em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;Sozialpolitisch definierte Leistungsziele prallen in der zweiten S&#xE4;ule auf die harte Realit&#xE4;t der Kapitalm&#xE4;rkte. Im Folgenden wird aufgezeigt, dass Pensionskassen dieses Auf und Ab selten transparent machen und vielfach Umverteilung am Werk ist.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Die Finanzkrise und das wachsende Bewusstsein f&#xFC;r die steigende Lebenserwartung akzentuieren die Diskussion bez&#xFC;glich der Vorsorgel&#xFC;cke im Alter. Es wird zunehmend gefordert, diese L&#xFC;cke durch Effizienzsteigerungen und nicht durch Beitragserh&#xF6;hungen auszugleichen. Hierbei verdienen die wenig bekannten Umverteilungen in der zweiten S&#xE4;ule vermehrte Beachtung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Renten aus zwei Quellen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die als Grundsicherung anzusehende Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ist aufgrund ihrer Konzeption der Umverteilung verpflichtet. Von Erwerbst&#xE4;tigen mit h&#xF6;heren L&#xF6;hnen werden Leistungen zu Lohnempf&#xE4;ngern mit geringeren L&#xF6;hnen umgeschichtet. Infolge dieser Struktur ist die &#xAB;Rentabilit&#xE4;t der AHV&#xBB; f&#xFC;r den Einzelnen zumeist in den Hintergrund getreten. Die meisten Versicherten besch&#xE4;ftigt kaum, wie hoch der Gegenwert ihrer langj&#xE4;hrigen Einzahlungen in die AHV ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Bereich der zweiten S&#xE4;ule ist dies anders, hier ist die H&#xF6;he der Rente proportional zu den Einzahlungen. J&#xE4;hrliche Kontoausz&#xFC;ge erm&#xF6;glichen es, die Entwicklung des angesparten Kapitals zu verfolgen. Die Beitragszahler erwarten eine hohe Rendite auf diesem Vorsorgeverm&#xF6;gen, das oft den wichtigsten Teil ihres Gesamtverm&#xF6;gens darstellt. Die Gleichsetzung mit einem steuerlich gef&#xF6;rderten Sparplan ist jedoch aus mehreren Gr&#xFC;nden tr&#xFC;gerisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Beitr&#xE4;ge, die in Form von Lohnprozenten erhoben werden, dienen nur teilweise dem Sparen f&#xFC;r ein sorgenfreies Alter. Ein wesentlicher Teil wird als Pr&#xE4;mie f&#xFC;r die Abdeckung vor allem des Invalidit&#xE4;ts- oder vorzeitigen Todesfallrisikos aufgewandt. Bedauerlicherweise ist dieser Vorgang wenig transparent. Zwar geben Kassen an, wie viele Prozentpunkte f&#xFC;r das Sparen und f&#xFC;r die Risikoabsicherung verwendet werden, jedoch sind die jeweiligen Versicherungspr&#xE4;mien nicht f&#xFC;r das einzelne Mitglied berechnet. Die Gesamtkosten der Vorsorgeeinrichtung f&#xFC;r Pr&#xE4;mien werden nach einem Schl&#xFC;ssel umgelegt, der nicht  verursachergerecht ist. Dies bedeutet, dass der Einzelne nicht beurteilen kann, ob f&#xFC;r ihn eine kosteng&#xFC;nstige Absicherung erfolgt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die T&#xFC;cken des Sparplans&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jeweilige Mehr- oder Minderkosten h&#xE4;ngen sowohl vom Umfang der im Reglement festgelegten Versicherungsleistungen als auch von der pers&#xF6;nlichen und famili&#xE4;ren Lage ab. Da sehr unterschiedliche Grundrisiken beim Einzelnen bestehen, sind die Umschichtungsbetr&#xE4;ge hoch und kumulieren sich zudem &#xFC;ber die Laufzeit eines Arbeitslebens. Es wird ohne Wissen und Einwilligung der Arbeitnehmer umverteilt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch der Sparanteil, der monatlich in Vorsorgeeinrichtungen eingezahlt wird, gehorcht nicht nur der Logik der Finanzmathematik. So sollte es m&#xF6;glich sein, sich &#xFC;ber die Entwicklung des Sparverm&#xF6;gens in folgender Form zu informieren: Der Sparbestand am Anfang sollte, zusammen mit laufenden Sparbeitr&#xE4;gen und Nettoverzinsung, einen bestimmten Sparbestand zum Zeitpunkt der Pensionierung ergeben. De facto kommt es aber vor, dass die gutgeschriebene Verzinsung oft nicht der realen Entwicklung des Kapitals entspricht. Dies kann zum Beispiel daran liegen, dass ein Teil des Anlageerfolges eingesetzt wird, um Reserven aufzubauen, oder auch, dass im Falle eines verlustreichen Anlagejahres eine gesetzliche Mindestverzinsung kreditiert wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Somit ist der Sparbestand meist eine fiktive Summe, die nicht dem Wert der Aktiva entspricht. Es handelt sich um einen fiktiven Saldo, der zu dem angegebenen Stichtag nicht in die angegebene Geldsumme umgewandelt werden kann. So ist es in den heutigen Kapitalnachweisen der zweiten S&#xE4;ule gar nicht vorgesehen, dass der Sparbestand sinkt, obwohl dies zu den Realit&#xE4;ten der Finanzm&#xE4;rkte geh&#xF6;rt. Hierdurch wird eine Garantie der Kapitalerhaltung suggeriert, die jeglicher finanzieller Realit&#xE4;t entbehrt. Neben diesen h&#xF6;chst missverst&#xE4;ndlichen Bewertungen gibt es wie auch bei den Versicherungspr&#xE4;mien Umverteilungen, die f&#xFC;r den Einzelnen intransparent sind, da sie nicht separat ausgewiesen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor allem nach einem schwachen B&#xF6;rsenjahr, das starke Verluste auf Verm&#xF6;genswerten zur Folge hat, bauen Kassen Reserven auf. Dies wird vielfach von den Aufsichtsbeh&#xF6;rden gew&#xFC;nscht bzw. gefordert. F&#xFC;r den Einzelnen ist dies jedoch problematisch, da die Bildung der Reserve w&#xE4;hrend einer begrenzten Anzahl von Jahren durch die Verringerung der zugeteilten Rendite erfolgt. Da die Arbeitnehmer kein direktes Eigentum an der Reserve erwerben, werden beim Arbeitgeberwechsel die in die Reserve eingebrachten Leistungen zumeist zur&#xFC;ckgelassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pensionskassen teilen das Verm&#xF6;gen ihrer Anleger in einen obligatorischen und &#xFC;berobligatorischen Teil auf. Im Prinzip ist bei Arbeitnehmern mit geringerem Lohn ein gr&#xF6;sserer Anteil des Vorsorgeverm&#xF6;gens dem obligatorischen Teil zugeordnet. In gewissen Situationen werden diese Anteile unterschiedlich verzinst; zumeist wird der obligatorische Anteil besser verzinst. Dadurch erfolgt auch hier eine Umverteilung, deren finanzielle Konsequenzen dem jeweiligen Mitglied nicht mitgeteilt werden. In den Brennpunkt des Interesses ist j&#xFC;ngst die Umverteilung zwischen Rentnern und Aktiven ger&#xFC;ckt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl es eine der grossen St&#xE4;rken der zweiten S&#xE4;ule ist, dass jeder f&#xFC;r seine eigene Rente anspart und dieses Problem gar nicht entstehen sollte, werden immer mehr Bef&#xFC;rchtungen laut, durch zu hohe Zahlungen an die Rentner w&#xFC;rde das Verm&#xF6;gen der Aktiven ohne deren Zustimmung verringert. Interessanterweise wird in der Diskussion ein Verbot zu hoher Auszahlungen an einzelne Mitglieder kaum thematisiert, obwohl dies zulasten der zur&#xFC;ckbleibenden Arbeitnehmer geht. Klar ist, dass die Fixierung eines &#xFC;bersetzten Mindest-Rentenumwandlungssatzes zu noch mehr Umverteilung f&#xFC;hren wird. St&#xF6;rend ist vor allem, dass diese oftmals nur sehr allgemeinen Berechnungen ohne genaue Erkl&#xE4;rung der Annahmen die Verwirrung eher noch verst&#xE4;rken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was tun?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Beispiele zeigen, dass Intransparenz oft Voraussetzung f&#xFC;r ungewollte und zudem unkontrollierbare Umverteilung ist. Es ist deshalb notwendig, die Arbeitnehmer und Rentner &#xFC;ber alle f&#xFC;r sie relevanten Kosten und Ertr&#xE4;ge in verst&#xE4;ndlicher Form zu informieren. Ein weiterer Schritt ist es, die strikte Trennung der Vorsorgeleistungen in einen Spar- und einen Versicherungs-Plan zu verwirklichen. Ebenso wie Vorsorgeeinrichtungen verschiedene Varianten des Sparplans anbieten, sollte es auch m&#xF6;glich sein, den Versicherungsschutz zu fairen Preisen zu individualisieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xDC;ber beide Bestandteile soll separat informiert werden, und die Zuordnung der Gelder zu diesen sehr unterschiedlichen Leistungen muss eindeutig sein. Massnahmen der Kassen, die Umverteilungen zur Folge haben, m&#xFC;ssen den Mitgliedern zur Kenntnis gebracht werden, und diese haben dar&#xFC;ber zu befinden, ob sie dies akzeptieren. Dies wird zur Verbesserung der Leistungen f&#xFC;r alle beitragen und ist die Voraussetzung, das Vertrauen der wirtschaftlich Berechtigten zu behalten.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;&lt;a id="stern" name="stern"&gt;&lt;/a&gt;Professor Olaf Meyer ist Leiter des Instituts &amp;quot;Finance und Altersvorsorge&amp;quot; an der Hochschule f&#xFC;r Wirtschaft Freiburg i. &#xDC;. &lt;a href="#stern-z"&gt;Zur&#xFC;ck&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Meyer Olaf</dc:creator><dc:date>2010-08-23T00-00-00Z</dc:date></item><item><title>Wie sicher ist die 2. S&#xE4;ule?</title><link>http://www.bb-vorsorge.ch/de/ueber-uns/vorsorgewissen/artikel/wie-sicher-ist-die-2-saeule_13019.html
                        </link><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h1&gt;Wie sicher ist die 2. S&#xE4;ule?&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Impressum&lt;/strong&gt;: Autor ist Herbert Br&#xE4;ndli (&lt;a name="stern-z" id="stern-z"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="#stern"&gt;Details&lt;/a&gt;) &#x2013; Artikel in stocks.ch (Experten-Kolumne), 26. Juli 2010. &lt;a title="stocks.ch - Download Artikel Herbert Br&#xE4;ndli von B+B Vorsorge AG" target="_blank" href="http://www.stocks.ch/home_nachricht/Wie_sicher_ist_die_2_Saeule__1193"&gt;Link stocks&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;K&#xFC;rzlich aufgedeckte, aber noch nicht gekl&#xE4;rte Vorg&#xE4;nge in der Pensionskasse des Kantons Z&#xFC;rich (BVK) leiten Wasser auf die M&#xFC;hlen von Akteuren, die ihren Erfolg auf Angst begr&#xFC;nden und nicht m&#xFC;de werden, die Sicherheit der 2. S&#xE4;ule anzuprangern. Auf falsch verstandene Risiken bezogen, schw&#xE4;chen die vorgeschlagenen Massnahmen die betriebliche Altersvorsorge insgesamt.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Wer die Sicherheit von Pensionskassen beurteilen will, muss ihr Werden, das Wesen und ihre Charakteristik zu Grunde legen. Bei Vorsorgeeinrichtungen schweizerischer Pr&#xE4;gung handelt es sich um verselbstst&#xE4;ndigte, vereinigte Verm&#xF6;gen von Arbeitnehmern in Form von Stiftungen. Darin werden Lohnteile zusammengelegt, mit der Hoffnung, dass die Beitragszahler im Alter eine Rente erhalten, welche ihnen die Fortf&#xFC;hrung der gewohnten Lebenshaltung erm&#xF6;glicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pensionskassen verfolgen keinen Selbstzweck. Sie m&#xFC;ssen in erster Linie hohe Renten f&#xFC;r ihre Mitglieder erwirtschaften, die der zunehmenden Lebenserwartung und der Entwicklung der Wirtschaft Rechnung tragen. Dazu muss die Verm&#xF6;genssubstanz langfristig kollektiv erhalten und kurzfristig individuell gesch&#xFC;tzt werden, vor allem bei Arbeitsplatzwechseln. Geschaffene Mehrwerte sind mit materiellem und zeitlichem Ausgleich gerecht unter den Eignern zu verteilen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pensionskassen k&#xF6;nnen diese Vorgaben nur mit einer kosteneffizienten Verwaltung erreichen, die den Ertrag langfristig maximiert. Ihre Mitglieder tragen das Risiko, dass Verm&#xF6;gen oder Teile davon verloren gehen, umverteilt werden oder deren Entwicklung nicht mit dem Wachstum der Wirtschaft mith&#xE4;lt. Vorsorgeeinrichtungen, die nicht allen Mitgliedern einen gleichm&#xE4;ssigen, nachhaltig positiven Nutzen vermitteln k&#xF6;nnen, verlieren im Extremfall ihre Existenzberechtigung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Individuelle Vorsorgezyklen von 60 und mehr Jahren, die sich gegenseitig &#xFC;berlappen, erlauben grunds&#xE4;tzlich langfristige Dispositionen. Systemische M&#xE4;ngel und regulatorische Zw&#xE4;nge k&#xF6;nnen Pensionskassen dagegen zu kurzfristigem, ineffizientem Handeln n&#xF6;tigen, das einerseits die Verm&#xF6;genssubstanz akut gef&#xE4;hrdet und anderseits die langfristigen Ertr&#xE4;ge reduziert. Zielaverse Handlungen werden in bewusst aus Laien bestellten Organen mit charakterlichen Unzul&#xE4;nglichkeiten provoziert und gef&#xF6;rdert. Fehlende Professionalit&#xE4;t in den Leitungs- und F&#xFC;hrungsorganen beg&#xFC;nstigt den Durchbruch von kriminellen Energien sowie, mit analogen und oft gravierenden Auswirkungen, von Umverteilungen gegen den Willen der Individuen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schweizer Pensionskassen sind dank ihrer Unabh&#xE4;ngigkeit zwar geeignet, ihren Mitgliedern eine sichere Zukunft zu gew&#xE4;hrleisten. Sie m&#xFC;ssen aber unternehmerisch gef&#xFC;hrt werden. Neben einer starken F&#xFC;hrung und Kontrolle sind ein professionelles Management und die Entwicklung von relevanten Steuerungsinstrumenten gefordert. Nur mit nachweisbaren Erfolgen kann positiver Druck zur Beseitigung von gesch&#xE4;ftssch&#xE4;digenden, gesetzlichen Auflagen aufgebaut werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#xFC;r die langfristig ausgelegte wirtschaftliche Transformation von Beitr&#xE4;gen in Renten ist der konstante Einsatz von ertragsstarken Anlagevehikeln unabdingbar. Das Schweizer Pensionskassenverm&#xF6;gen ist derzeit durchschnittlich zu rund zehn Prozent in Cash, 15 Prozent in Aktien, 50 Prozent in Obligationen, 15 Prozent in Immobilien und zehn Prozent in diversen anderen Anlagen investiert. Mit einer Verschiebung dieser Portfoliostruktur zugunsten von Aktien und Immobilien kann die Effizienz und damit die Sicherheit der betrieblichen Altersvorsorge massgeblich und nachhaltig verbessert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit einem erh&#xF6;hten Aktien- und Immobilienengagement er&#xF6;ffnet sich der betrieblichen Altersvorsorge ein betr&#xE4;chtliches Steigerungspotenzial. Die Altersrenten k&#xF6;nnen auch bei zunehmenden Laufzeiten um mindestens die H&#xE4;lfte erh&#xF6;ht werden. Mit dieser Strategie konnte beispielsweise die Sammelstiftung Profond weit &#xFC;berdurchschnittliche Leistungen generieren. Seit Bestehen wurde &#xFC;ber 20 Jahre lang im Mittel eine Performance von 5,8 Prozent erzielt. Profond konnte damit Zinsgutschriften von durchschnittlich 4,7 Prozent gew&#xE4;hrleisten und einen Umwandlungssatz von 7,2 Prozent halten. Die Wertsch&#xF6;pfung reichte daneben f&#xFC;r mittlere j&#xE4;hrliche Rentenerh&#xF6;hungen von 0,8 Prozent.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;&lt;a id="stern" name="stern"&gt;&lt;/a&gt;Herbert Br&#xE4;ndli ist Betriebswirtschafter und Eidg. dipl. Pensionsversicherungsexperte mit einem breit diversifizierten Auftragsportefeuille. Herbert Br&#xE4;ndli ist Gr&#xFC;nder und Leiter der B+B Vorsorge AG, welche sich zur Aufgabe gemacht hat, mehr Dynamik und Transparenz in die berufliche Vorsorge zu bringen und ihren Kunden eine fundierte Beratung sowie interessante Alternativen zu bieten. &lt;a href="#stern-z"&gt;Zur&#xFC;ck&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Br&#xE4;ndli Herbert</dc:creator><dc:date>2010-08-03T00-00-00Z</dc:date></item><item><title>&#xAB;Wie heute Geld angelegt wird, ist unverantwortlich&#xBB;</title><link>http://www.bb-vorsorge.ch/de/ueber-uns/vorsorgewissen/artikel/wie-heute-geld-angelegt-wird-ist-unverantwortlich_12992.html
                        </link><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h1&gt;&#xAB;Wie heute Geld angelegt wird, ist unverantwortlich&#xBB;&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Impressum&lt;/strong&gt;: Interview von Peter Burkhardt mit Klaus Wellershoff &#x2013; Artikel in Sonntag, 4. Juli 2010, Seite 18. &lt;a href="/files/pdf/news/2010/100704_sonntag_klaus-wellershoff.pdf" target="_blank" title="Artikel von Klaus Wellershoff in Sonntag vom 4. Juli 2010 zum Download"&gt;Download Artikel als pdf&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;Der fr&#xFC;here Spitzenbanker und jetzige Wirtschaftsberater Klaus Wellershoff wirft der Finanzindustrie vor, die Altersvorsorge an den Abgrund zu f&#xFC;hren. Und er warnt vor den USA.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Herr Wellershoff, die Angst vor einer zweiten Rezession l&#xE4;sst die B&#xF6;rsen weltweit purzeln. Der Schweizer Leitindex SMI ist in dieser Woche auf ein Jahrestief gefallen. Wird er noch weiter absacken?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Klaus Wellershoff: Die laufende Korrektur ist noch nicht abgeschlossen. Die Weltaktienm&#xE4;rkte beginnen, ihren eigenen Glauben an den Aufschwung zu hinterfragen. Sie sind von Gewinnzuw&#xE4;chsen von 25 Prozent f&#xFC;r die n&#xE4;chsten zw&#xF6;lf Monate ausgegangen. Jetzt erscheinen diese Werte viel zu hoch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Ist der Sinkflug des SMI ein Vorzeichen, dass die Schweizer Wirtschaft einen erneuten Einbruch erleben wird?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der amerikanische Nobelpreistr&#xE4;ger Paul Samuelson hat einmal gesagt, der Aktienmarkt habe neun der letzten f&#xFC;nf Rezessionen perfekt vorhergesagt. Dem ist nichts hinzuzuf&#xFC;gen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Droht weltweit eine zweite Rezession?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zurzeit denke ich eher, dass die Sanierung der Staatshaushalte deutlich tiefere Wachstumsraten erzwingen wird, aber keine Rezession. In praktisch allen L&#xE4;ndern st&#xFC;tzt die Kauflust der Privathaushalte und die Investitionslust der Unternehmen die Konjunktur. Die grosse Gefahr ist aber, dass die Stimmung wegen der riesigen Staatsverschuldung in den USA, in Grossbritannien und in Europa ins Negative dreht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Sollen die Anleger jetzt alle Aktien abstossen und Obligationen kaufen?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um Himmels willen, nein. Wir leben in Zeiten aussergew&#xF6;hnlich tiefer Zinsen. Und das heisst, dass Obligationen &#xFC;ber die n&#xE4;chsten Jahre mit grosser Wahrscheinlichkeit negative Renditen bringen. Trotzdem raten die Banken ihren Kunden immer noch, Obligationen zu kaufen. Die Art und Weise, wie heute Geld angelegt wird, ist unverantwortlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein Beispiel?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nehmen Sie als Beispiel die Strategiefonds des Marktf&#xFC;hrers, der UBS. Je risikoscheuer Sie als Kunde anlegen m&#xF6;chten, desto mehr Obligationen bekommen Sie. Im konservativsten Portfolio sind fast 100 Prozent Obligationen drin. Auch die Pensionskassen und Lebensversicherer halten gezwungenermassen einen viel zu hohen Grad an Obligationen, weil ihnen das der Staat vorschreibt. Da laufen wir sehenden Auges in eine ganz schwierige Situation hinein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Wie meinen Sie das?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Frankenobligationen werden auf dem jetzigen Zinsniveau nicht das Resultat erbringen k&#xF6;nnen, das man braucht, um die Altersrenten zu finanzieren. Die Politik muss reagieren und die Anlagevorschriften f&#xFC;r Pensionskassen und Lebensversicherungen lockern. Sonst droht eine Krise grossen Ausmasses in der Altersvorsorge, vielleicht sogar eine gr&#xF6;ssere als die letzte Finanzkrise. Dann geht es nicht nur um eine Bank, sondern um das Volksverm&#xF6;gen der Pensionskassen und damit um die Stabilit&#xE4;t unserer Gesellschaft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Was raten Sie den jetzt Dreissig- bis F&#xFC;nfzigj&#xE4;hrigen bez&#xFC;glich Vorsorge?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nehmen Sie Ihr Schicksal selber in die Hand! Die Finanzindustrie schl&#xE4;ft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Der Euro ist auf ein Rekordtief von 1.30 Franken gefallen. Wird er weiter sinken?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich glaube nicht, dass wir uns grosse Sorgen machen m&#xFC;ssen, dass das viel weiter geht als 1.25. Ein Wechselkurs von 1.10 oder gar eine Euro-Franken-Parit&#xE4;t erscheint praktisch nicht m&#xF6;glich. Voraussetzung daf&#xFC;r w&#xE4;re eine ganz grosse Rezession in der Schweiz, und die sehen wir nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Erwarten Sie umgekehrt eine Erholung des Euros? Ist eine R&#xFC;ckkehr auf 1.50 Franken realistisch?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, wenn man die Kaufkraftparit&#xE4;ten anschaut, dann liegt der fundamental gerechtfertigte Wechselkurs bei 1.46, mit Abweichungen von 10 bis 15 Prozent nach oben und nach unten. Wir wissen, dass die Schwankungsbreite diesen 15-Prozent-Korridor praktisch nie verlassen hat. L&#xE4;ngerfristig werden wir also wieder einen st&#xE4;rkeren Euro sehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Der prominente &#xD6;konom Walter Wittmann schl&#xE4;gt zum Schutz unserer Exportwirtschaft trotzdem vor, dass die Schweiz den Franken an den Euro bindet oder ihn sogar &#xFC;bernimmt.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum das vorteilhaft sein soll, erschliesst sich mir nicht. Die Schweiz geh&#xF6;rt sicher nicht in den W&#xE4;hrungsraum, zu dem Griechenland und Portugal geh&#xF6;ren. Das w&#xFC;rde ja bedeuten, dass wir unsere Geldpolitik ganz einseitig an Europa und seiner Konjunktur orientieren m&#xFC;ssten. Die eigenst&#xE4;ndige Geldpolitik hat uns geholfen, die extrem solide Wirtschaftsentwicklung zu haben, die wir erleben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Sehen Sie die Lage der Schweiz nicht zu rosig? Die wichtigsten Handelspartner schw&#xE4;cheln &#x2013; das muss doch zu negativen Folgen f&#xFC;r uns f&#xFC;hren.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin optimistischer als Sie. Die Schweiz ist ein absoluter Krisengewinnler. Im Wettbewerb mit den anderen hat die Krise dazu gef&#xFC;hrt, dass die Schweiz besser dasteht. Das ist ja auch einer der Gr&#xFC;nde, warum der Wechselkurs so stark ist. Das Land w&#xE4;chst, wir haben Zuwanderung von hoch qualifizierten Arbeitskr&#xE4;ften. Das st&#xE4;rkt unsere F&#xE4;higkeit, hier zu operieren. Selbst aus der Finanzkrise geht der Finanzplatz meines Erachtens gest&#xE4;rkt hervor.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Viele L&#xE4;nder haben riesige Staatsschulden angeh&#xE4;uft. Von welchen L&#xE4;ndern geht die gr&#xF6;sste Gefahr aus?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lassen Sie es mich so sagen: Im Euroland sind die Verschuldungsprobleme katastrophal, in Grossbritannien noch gr&#xF6;sser als im Euroland und in den USA gr&#xF6;sser als in Europa. Die Amerikaner haben die Europ&#xE4;er in der Verschuldungsquote dieses Jahr &#xFC;berholt. Dadurch, dass sie bis jetzt keinen glaubw&#xFC;rdigen Defizitreduktionsplan vorgelegt haben, stehen sie schlechter da als die Griechen. In dem Moment, wo die Finanzm&#xE4;rkte das realisieren, droht der Weltwirtschaft grosse Gefahr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="#stern-z"&gt;Zur&#xFC;ck&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Wellershoff Klaus</dc:creator><dc:date>2010-07-14T00-00-00Z</dc:date></item><item><title>Profond-Chef: Passives Investieren letztlich teurer als aktives Management</title><link>http://www.bb-vorsorge.ch/de/ueber-uns/vorsorgewissen/artikel/profond-chef-passives-investieren-letztlich-teurer-als-aktives-management_12974.html
                        </link><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h1&gt;Profond-Chef: Passives Investieren letztlich teurer als aktives Management&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Impressum&lt;/strong&gt;: Artikel von &lt;a href="mailto:barbara.ottawa@ipe.com"&gt;Barbara Ottawa&lt;/a&gt; in &lt;a title="IPE Institutional Investment - Artikel Profond Vorsorgeeinrichtung" href="http://www.institutional-investment.de/index.php?id=38&amp;tx_ttnews[tt_news]=1144&amp;tx_ttnews[backPid]=206&amp;cHash=1d0536a7ca" target="_blank"&gt;IPE.com&lt;/a&gt; Institutional Investment, 7. Juli 2010. &lt;a title="IPE Institutional Investment - Artikel Profond Vorsorgeeinrichtung" target="_blank" href="http://www.bb-vorsorge.ch/en/ueber-uns/vorsorgethemen/standpunkte/swiss-ecofin-co-founder-s-views-on-passive-investment-naive_12941.html"&gt;Zum englischen Original.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;Passives Investieren nimmt Pensionskassen Steuerungsm&#xF6;glichkeiten und es ist naiv zu denken, dass nur bei aktiven Investments kriminelle Aktivit&#xE4;ten in Pensionskassen vorkommen k&#xF6;nnen, so Profond-Chef Herbert Br&#xE4;ndli, mit Verweis auf die Vorkommnisse bei der Schweizer BVK.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Der Schweizer Finanzprofessor Martin Janssen hat eine Debatte in der Schweiz &#xFC;ber passives und aktives Management ausgel&#xF6;st, als er in einem Interview zum Fall der Z&#xFC;rcher Beamtenpensionskasse BVK gemeint hatte, dass passives Management eine der Ma&#xDF;nahmen seien, die Pensionskassen setzen k&#xF6;nnen, um solche (angeblichen) Korruptionsf&#xE4;lle zu vermeiden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;Eine schwache Pers&#xF6;nlichkeit und bzw. oder kriminelle Energie haben bei der BVK zu materiellen Einbussen gef&#xFC;hrt, d.h. es sind Mittel abgeflossen, die der Pensionskasse, den Versicherten geh&#xF6;ren. Wenn Janssen meint, dass dieses Problem gel&#xF6;st werden kann, indem statt direkter indirekte bzw. passive Anlagen get&#xE4;tigt werden, dann ist er reichlich naiv&amp;quot;, ist Profond-Chef Br&#xE4;ndli &#xFC;berzeugt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;Passive Anlagen entziehen dem Anleger Steuerungsm&#xF6;glichkeiten und sind gegen&#xFC;ber Direktanlagen mit zus&#xE4;tzlichen Kosten belastet, die h&#xF6;her sein d&#xFC;rften, als der Schaden im vorliegenden Fall BVK. Was das Schweizer Pensionskassenwesen dringend braucht, ist eine Professionalisierung auf der Leitungsebene.&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Br&#xE4;ndli wies darauf hin, dass es passives Investieren f&#xFC;r seine Sammelstiftung Profond, mit einem verwalteten Verm&#xF6;gen von 3 Mrd. SFR (2,2 Mrd. Euro), unm&#xF6;glich gemacht h&#xE4;tte, sich aus UBS-Beteiligungen zur&#xFC;ckzuziehen und damit &amp;quot;eine gewaltige Verlustquelle&amp;quot; aus dem Portfolio zu entfernen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch der Schweizer Verm&#xF6;gensverwalter Swisscanto hielt fest, dass Index-Investitionen oft ein gro&#xDF;es &amp;quot;Klumpenrisiko&amp;quot; beinhalten, das nicht au&#xDF;er Acht gelassen werden darf. &amp;quot;So haben CS und UBS Mitte 2007 rund 21% des Blue-Chip-Indexes SMI ausgemacht. Nach der Finanzkrise Anfang M&#xE4;rz 2009 lag ihr Anteil noch bei knapp 11%, mit entsprechenden Verlusten f&#xFC;r die Anleger&amp;quot;, erl&#xE4;uterte Gerard Fischer, CEO von Swisscanto.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fischer f&#xFC;gte hinzu, dass viele passive Investmentfonds an der B&#xF6;rse gelistet werden, wodurch zus&#xE4;tzliche Handelskosten anfallen, dennoch empfiehlt er eine Mischung aus aktiven und passiven Anlagen in einem Portfolio.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als ein weiteres Negativ-Beispiel f&#xFC;r Index-Investitionen nannte Br&#xE4;ndli auch die derzeitigen &amp;quot;Liquidationswellen von Bondbest&#xE4;nden aus PIIGS-L&#xE4;ndern in passiven Anleihen-Portfolios&amp;quot;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Br&#xE4;ndli Herbert</dc:creator><dc:date>2010-07-13T00-00-00Z</dc:date></item><item><title>&#xAB;Deckungsgrad ist irref&#xFC;hrende Gr&#xF6;sse&#xBB;</title><link>http://www.bb-vorsorge.ch/de/ueber-uns/vorsorgewissen/artikel/deckungsgrad-ist-irrefuehrende-groesse_12900.html
                        </link><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h1&gt;&#xAB;Deckungsgrad ist irref&#xFC;hrende Gr&#xF6;sse&#xBB;&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Impressum&lt;/strong&gt;: Interview von Thomas Hengartner mit Professor Olaf Meyer (&lt;a id="stern-z" name="stern-z"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="#stern"&gt;Details&lt;/a&gt;) &#x2013; Artikel in Finanz und Wirtschaft, 2. Juni 2010, Seite 16. Mit vorhandenen Genehmigungen.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;Die berufliche Vorsorge ist f&#xFC;r den einzelnen Menschen eine Langfristangelegenheit mit rund vierzigj&#xE4;hriger Ansparphase. Die Pensionskassen und Sammelstiftungen orientieren sich jedoch viel kurzfristiger, etwa wegen Fusion oder Abspaltung auf Arbeitgeberseite, wegen Mutationen in den F&#xFC;hrungsgremien oder wegen Auflagen der Aufsichtsbeh&#xF6;rden. Olaf Meyer, Professor f&#xFC;r Finanzen und Altersvorsorge an der Hochschule f&#xFC;r Wirtschaft in Freiburg FR, bringt Ideen f&#xFC;r Verbesserungen ins Spiel.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Herr Professor Meyer, wie kann der Gegensatz in der zeitlichen Betrachtungsweise der Vorsorge &#xFC;berbr&#xFC;ckt werden?&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oft wird vergessen, dass Vorsorgeeinrichtungen Unternehmen sind, die ohne Fremdkapital auskommen. Dies beg&#xFC;nstigt die F&#xE4;higkeit, Risiken an Finanzm&#xE4;rkten einzugehen. Die langfristige Performance hat eine wesentlich h&#xF6;here Aussagekraft als kurzfristige Renditen oder der stichpunktbezogene Deckungsgrad.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Woran soll denn die Leistungskraft eines Vorsorgetr&#xE4;gers gemessen werden?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Mehrwert einer Vorsorgeeinrichtung besteht ausser im Anlageerfolg in Kosteneffizienz, Kundenzufriedenheit, Umfang der Leistungen sowie Verteilungsgerechtigkeit. Die Vorsorgetr&#xE4;ger haben es in der Hand, relevante Steuerungspakete zu entwickeln und nicht nur die gesetzlichen Auflagen zu erf&#xFC;llen. Aus den Erfolgen der innovativen Vorsorgeeinrichtungen wird positiver Druck auf den Regulator erwachsen. Es gilt, die Vorsorgetr&#xE4;ger zu ermutigen, unternehmerisch zu f&#xFC;hren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;An die Stelle der lebenslangen Anstellung beim selben Unternehmen sind h&#xE4;ufige Stellenwechsel getreten, das 100%-Pensum wird von Teilzeitbesch&#xE4;ftigung beziehungsweise gar durch ein Portefeuille von Jobs f&#xFC;r verschiedene Arbeit- und Auftraggeber abgel&#xF6;st. Welche Konsequenzen ergeben sich?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Nutzen der parit&#xE4;tischen Durchf&#xFC;hrung der beruflichen Vorsorge ist stark reduziert, da die weitreichende F&#xFC;rsorge des Arbeitgebers f&#xFC;r eine treue Belegschaft im internationalen Kostenwettbewerb immer weniger zutrifft. Es gilt, trotz dieser widrigen Umst&#xE4;nde die Langfristigkeit der Vorsorge zu bewahren. Hierzu gibt es zwei Alternativen: die Vorsorgeeinrichtung an den Arbeitnehmer zu binden, sodass er im Falle des Arbeitsplatzwechsels bei seiner Kasse oder Stiftung bleiben kann, oder reale Finanzaktiva anstelle eines Geldbetrags von einer Vorsorgeeinrichtung zu der n&#xE4;chsten zu transferieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Welche Forderungen ergeben sich daraus f&#xFC;r das BVG-System?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beide M&#xF6;glichkeiten bed&#xFC;rfen starker Modifikationen der bisherigen Abwicklungspraxis. Es sind aber nicht nur die Schwierigkeiten, sondern auch die Chancen derartiger &#xC4;nderungen zu sehen. Des Weiteren darf nicht gez&#xF6;gert werden, die F&#xFC;hrung von Vorsorgeeinrichtungen an die neuen Entwicklungen anzupassen. Der Einfluss des Arbeitgebers sollte verringert und das Management der Vorsorgeeinrichtungen gest&#xE4;rkt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Wie sollten die Versicherten vermehrt Einfluss auf ihre Vorsorge nehmen?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gl&#xFC;cklicherweise ist festzustellen, dass die Flexibilisierung der Ansparmodelle voranschreitet und hier der Einzelne seine pers&#xF6;nliche Auswahl in Bezug auf die Abzugsh&#xF6;he treffen kann. Zudem lassen viele Kassen und Stiftungen zum Zeitpunkt des Ruhestands individuelle Kombinationen aus Kapitalbezug und Rente zu. Substanzielle Kritik muss jedoch angebracht werden, da die Vorsorgeeinrichtung &#xFC;ber die&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Anlagestrategie f&#xFC;r jeden Versicherten ist abh&#xE4;ngig von Sparguthaben&lt;br /&gt;
und Alter. Sie sollte deshalb individuell festgelegt werden.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anlage der Gelder bestimmt und der Kunde keinerlei Einflussm&#xF6;glichkeiten hat. So ist es offensichtlich, dass die optimale Strategie f&#xFC;r einen Arbeitnehmer, abh&#xE4;ngig von seinem Ansparungsgrad, seinem weiteren Verm&#xF6;gen oder auch seinem Alter, nur individuell sein kann. Die Anlageentscheidungen einer Kasse oder Stiftung beziehen nur einen geringen Teil der f&#xFC;r ihn relevanten Kriterien ein und schlimmer noch, orientieren sich dar&#xFC;ber hinaus an irref&#xFC;hrenden Gr&#xF6;ssen, wie etwa dem Deckungsgrad der gesamten Vorsorgeeinrichtung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Welche Messgr&#xF6;ssen w&#xE4;ren geeigneter?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gilt, verschiedene Anlagem&#xF6;glichkeiten in einer Vorsorgeeinrichtung zu schaffen und die Arbeitnehmer bei der Auswahl kompetent zu beraten. Die Einf&#xFC;hrung des Beitragsprimats erleichtert diesen Schritt, da dies bereits die Entwicklung zu einem Sparplan ohne weitere Garantien f&#xFC;r den Arbeitnehmer bedeutet. Die Vorteile dieser Option bestehen darin, die Anlage auf den Einzelnen zuzuschneiden und zudem eine wirklich unabh&#xE4;ngige qualifizierte Beratung zu schaffen. Die Chancen steigen, die relevanten Vorsorgeziele des Einzelnen zu erreichen. Dies bedeutet auch, dass Vorsorgeeinrichtungen in eine neue Rolle hineinwachsen k&#xF6;nnen, da der Interessenkonflikt der Banken zwischen Verkauf und Beratung aufseiten des Vorsorgetr&#xE4;gers nicht besteht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Wie kann den Nachteilen einer solchen Erweiterung begegnet werden?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu vermeiden ist, dass der administrative Aufwand den entstehenden Ertrag &#xFC;bersteigt. Dem kann Rechnung getragen werden, indem zuerst nur eine limitierte Anzahl von Anlagevarianten angeboten wird. Weiterhin gilt es, den Vorsorgeeinrichtungen seitens der Aufsichtsbeh&#xF6;rden den Weg zu ebnen, indem nicht nur die Erf&#xFC;llung kollektiver, sondern auch individueller Vorsorgeziele gef&#xF6;rdert wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;In der zweiten S&#xE4;ule gibt es gewollte Solidarit&#xE4;t. Wie kann jedoch ungewollte Umverteilung vermindert werden?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier wird eine sehr grunds&#xE4;tzliche Frage angesprochen: Soll in der zweiten S&#xE4;ule umverteilt werden? Es ist festzustellen, dass f&#xFC;r den Schutz vor Arbeitsunf&#xE4;higkeit und f&#xFC;r die Absicherung der Familie oft eine gewollte Solidarit&#xE4;t zertifiziert wird. Dies mag jedoch darin begr&#xFC;ndet sein, dass die wahrscheinliche Umverteilung von Versicherungskosten zwischen den Mitgliedern einer Vorsorgeeinrichtung h&#xF6;chst intransparent ist und deshalb gar nicht in das Bewusstsein des Einzelnen r&#xFC;ckt. Zu hohe oder zu geringe Zahlungen an die Rentner f&#xFC;hren ebenfalls zur Umverteilung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Wie kann man die Situation verbessern?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste wichtige Schritt besteht in der Messung der wesentlichen Umverteilungseffekte. Ein wichtiges Prinzip sollte sein, keine Umverteilung gegen den Willen der Einzelnen und insbesondere in deren Unkenntnis zuzulassen. Es ist anzunehmen, dass diese Erkenntnisse zu neuen Steuerungsinstrumenten f&#xFC;hren werden. Insbesondere sei hier auf eine Flexibilisierung von Rentenzahlungen hingewiesen, die ein wesentlicher Faktor zur Verringerung von Umverteilungen ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;&lt;a name="stern" id="stern"&gt;&lt;/a&gt;Olaf Meyer ist Professor f&#xFC;r Finanzen und Altersvorsorge an der Hochschule f&#xFC;r Wirtschaft in Freiburg FR.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="#stern-z"&gt;Zur&#xFC;ck&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Meyer Olaf</dc:creator><dc:date>2010-07-06T00-00-00Z</dc:date></item><item><title>Die Metamorphose des Schweizer Aktienmarktes</title><link>http://www.bb-vorsorge.ch/de/ueber-uns/vorsorgewissen/artikel/die-metamorphose-des-schweizer-aktienmarktes_12922.html
                        </link><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h1&gt;Die Metamorphose des Schweizer Aktienmarktes&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Impressum&lt;/strong&gt;: Autor ist Nils Engel (&lt;a name="stern-z" id="stern-z"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="#stern"&gt;Details&lt;/a&gt;) &#x2013; Artikel in Finanz und Wirtschaft, Seite 20. Mit vorhandener Genehmigung.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;Verbesserte Corporate Governance &#x2013; Anspruch auf eine anst&#xE4;ndige Dividende anerkannt &#x2013; Ampeln stehen auf Gr&#xFC;n.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Das gegenw&#xE4;rtige Malaise an den Finanzm&#xE4;rkten tr&#xFC;bt vielerorts den Blick f&#xFC;r den gewaltigen Mehrwert, der mit Aktienanlagen in der Vergangenheit erzielt werden konnte. Ein Beispiel: Im Jahr 1985 bewegte sich die B&#xF6;rsenkapitalisierung von Nestl&#xE9; um 11 Mrd. Fr. Ein Vierteljahrhundert sp&#xE4;ter, nach Auszahlung von 50 Mrd. Fr., weist die Gesellschaft eine Kapitalisierung von 180 Mrd. Fr. auf. Der Pensionskassenverwalter, der zu Beginn des Obligatoriums f&#xFC;r die berufliche Vorsorge (BVG) in Nestl&#xE9;-Aktien investierte hatte, hat im genannten Zeitraum also einen j&#xE4;hrlichen Ertrag von &#xFC;ber 14% erzielt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Revolution&#xE4;re Schritte&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Spektakul&#xE4;r, aber Geschichte, werden die Ungl&#xE4;ubigen zu diesem Beispiel einwenden. In Tat und Wahrheit aber hat sich in den vergangenen f&#xFC;nfundzwanzig Jahren im Schweizer Finanzmarkt eine eigentliche Revolution abgespielt. Sie hat dem unvoreingenommenen Anleger M&#xF6;glichkeiten f&#xFC;r mehrwertschaffende Investitionen geboten und letztlich eine g&#xFC;nstige Ausgangslage auch f&#xFC;r die Zukunft geschaffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den Achtzigerjahren galt es als selbstverst&#xE4;ndlich, dass ein kleiner Kreis von stimmberechtigten Eigent&#xFC;mern das Schicksal von Schweizer Gesellschaften bestimmen sollte. Stimmenprivilegierte Namenaktien wurden erw&#xFC;nschten Aktion&#xE4;ren von den Verwaltungsr&#xE4;ten zugeteilt und mit Vinkulierung sowie Stimmrechtsbeschr&#xE4;nkung abgesichert. Der anonyme Kapitalgeber wurde auf Inhaberaktien oder auf stimmrechtslose Partizipationsscheine verwiesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einem wenig transparenten Umfeld wurde in Kauf genommen, dass die vielf&#xE4;ltigen Restriktionen zu hohen Kapitalkosten und damit zu einem erheblichen Wettbewerbsnachteil gegen&#xFC;ber entwickelteren Kapitalm&#xE4;rkten f&#xFC;hrten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Dammbruch fand 1988 statt, als Nestl&#xE9; unter dem Druck von Stillhalter-Arbitrage-Transaktionen das Aktienbuch auch f&#xFC;r Ausl&#xE4;nder &#xF6;ffnete und in der Folge die Einheitsaktie einf&#xFC;hrte. Eine Pionierrolle spielte lange Jahre die heutige Ems-Chemie Holding. Tabus wurden hinterfragt und im Interesse einer Steigerung des Unternehmenswerts die Kapitalstruktur radikal vereinfacht. Erstmals wurden in der Schweiz Aktienr&#xFC;ckk&#xE4;ufe in verschiedenen aktion&#xE4;rsfreundlichen Variationen durchgef&#xFC;hrt sowie steuerg&#xFC;nstige Aussch&#xFC;ttungen des Nominalkapitals vorgenommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den Neunzigerjahren forderte der Markt eine Verkleinerung der Verwaltungsratsgremien mit klarer Zuweisung der Verantwortlichkeiten. Diese Entwicklung ist in den letzten Jahren ins Stocken gekommen, wie die exzessiven Verg&#xFC;tungen an einzelne Bankmanager zeigen. Da letzteres Thema ein gefundenes Fressen f&#xFC;r Populisten jeglicher Couleur ist, konnten sich in diesem Fall die korrigierenden Marktkr&#xE4;fte &#xFC;ber die Einforderung von Rechenschaft der Verwaltungsr&#xE4;te noch nicht durchsetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Konstruktive Zerst&#xF6;rung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die hohe Dynamik der Weltwirtschaft forderte die urspr&#xFC;nglich beschaulichen Schweizer Manager in hohem Masse. Offenere Grenzen f&#xFC;r gut ausgebildete Arbeitskr&#xE4;fte und der Import von Finanzmarkt-Know-how lassen heute in der Schweiz Firmen&#xFC;bernahmen oder &#xE4;hnliche Kapitalmarkttransaktionen als etwas Allt&#xE4;gliches erscheinen, auch wenn in einzelnen Ecken noch Renitenz gezeigt wird. Hohe Anpassungsf&#xE4;higkeit in Kombination mit einem liberalen Arbeitsmarkt zeichnet heute die Schweizer Wirtschaft aus. Selbst Gewerkschaftsvertreter, die ihrerseits Strukturen durch Fusionen und dergleichen optimieren mussten, haben eingesehen, dass nur profitable Unternehmen gute Arbeitgeber sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das gr&#xF6;sste Hindernis f&#xFC;r eine prosperierende Schweiz stellt derzeit wohl die Regulierungswut der Politiker und Beh&#xF6;rden dar. Viele Kleinunternehmen, die letztlich das R&#xFC;ckgrat jeder starken Volkswirtschaft bilden, ersticken in der zunehmenden Regulierungsdichte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vern&#xFC;nftige Fiskalpolitik&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zu dieser h&#xF6;chst unerfreulichen Entwicklung der &#xDC;bersch&#xE4;tzung der Staatsmacht hebt sich dank intensivem Wettbewerb die Steuer- und Fiskalpolitik positiv ab. In der Folge verzeichnet die Schweiz eine Zuwanderung von erfolgreichen ausl&#xE4;ndischen Unternehmen, die in den kommenden Jahren einen steigenden Beitrag zur Wohlfahrt der Schweiz leisten werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Verwerfungen an den Kapitalm&#xE4;rkten haben dazu gef&#xFC;hrt, dass man sich des alten Sprichworts besonnen hat, wonach ein Spatz in der Hand besser ist als eine Taube auf dem Dach. Selbst Daniel Vasella und die Roche-Familien haben gemerkt, dass ihnen all die vielen Aktien wenig n&#xFC;tzen, wenn ihr Kurs nicht steigt und nichts Bares herausschaut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir gehen davon aus, dass die Aussch&#xFC;ttungsquoten der Schweizer Gesellschaften steigen und hoch bleiben werden. Die Mehrheit der in der Schweiz kotierten Unternehmen ist gut gef&#xFC;hrt, verf&#xFC;gt &#xFC;ber eine starke Bilanz, erweist sich auch in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld als konkurrenzf&#xE4;hig und anerkennt zunehmend den Anspruch des Aktion&#xE4;rs auf eine anst&#xE4;ndige Dividende.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Grund zur Zuversicht&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es war noch nie so einfach, ein Schweizer Aktienportfolio zusammenzustellen, das einen hohen berechenbaren Cashflow produzieren wird. Die Renditedifferenz zu Obligationenanlagen ist rekordhoch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#xFC;r den Anleger, f&#xFC;r den nicht aufgrund fragw&#xFC;rdiger regulatorischer Auflagen oder eigener Unzul&#xE4;nglichkeit die kurzfristige Volatilit&#xE4;t das Mass aller Dinge ist, stehen die Ampeln am Schweizer Aktienmarkt auf Gr&#xFC;n.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;&lt;a id="stern" name="stern"&gt;&lt;/a&gt;Nils Engel ist Vorsitzender der Gesch&#xE4;ftsleitung der BZ Bank Aktiengesellschaft in Wilen-Wollerau.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="#stern-z"&gt;Zur&#xFC;ck&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Engel Nils</dc:creator><dc:date>2010-06-25T00-00-00Z</dc:date></item><item><title>Brauchen Pensionskassen den Solvenztest?</title><link>http://www.bb-vorsorge.ch/de/ueber-uns/vorsorgewissen/artikel/brauchen-pensionskassen-den-solvenztest_12871.html
                        </link><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h1&gt;Brauchen Pensionskassen den Solvenztest?&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Impressum&lt;/strong&gt;: Autor ist Herbert Br&#xE4;ndli (&lt;a name="stern-z" id="stern-z"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="#stern"&gt;Details&lt;/a&gt;) &#x2013; Artikel in stocks.ch (Experten-Kolumne), 25. Juni 2010. &lt;a title="stocks.ch - Download Artikel Herbert Br&#xE4;ndli von B+B Vorsorge AG" target="_blank" href="http://www.stocks.ch/home_nachricht/Brauchen_Pensionskassen_den_Solvenztest__1140"&gt;Link stocks&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;Angespannte Finanz- und Aktienm&#xE4;rkte und die zunehmende Lebenserwartung lassen in bekannten Kreisen den Ruf nach Solvenztests f&#xFC;r Pensionskassen zu gleichen Bedingungen wie bei Versicherungen erschallen. Diese Forderung ist verfehlt, dumm und m&#xFC;ndet in einen Verrat des erfolgreichen betrieblichen Altersvorsorgesystems schweizerischer Pr&#xE4;gung.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Versicherungsunternehmen ben&#xF6;tigen risikotragendes Kapital, damit sie Risiken von ihren Kunden, beispielsweise Pensionskassen, &#xFC;bernehmen d&#xFC;rfen. Der Schweizer Solvenztest (SST) misst ihre Risikof&#xE4;higkeit, indem er dem Eigenkapital das f&#xFC;r die Risiko&#xFC;bernahme erforderliche Kapital gegen&#xFC;berstellt. Sobald das risikotragende Kapital geringer ist, muss es entweder aufgestockt werden, oder die &#xFC;bernommenen Risiken m&#xFC;ssen reduziert werden. Dies kann mit der Steuerung der Bilanz mittels Asset-and-Liability-Management (ALM) erreicht werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pensionskassen sind ganz anders geartet als Versicherer. In diese Risikogemeinschaften bringen Arbeitnehmer Teile ihrer Arbeitsentsch&#xE4;digung ein, zwecks Transformation in Renten. Sie bestehen nur aus Eigenkapital, kommen ohne Fremdkapital aus und &#xFC;bernehmen grunds&#xE4;tzlich keine Risiken von Dritten. Weil Pensionskassen ihr Kapital nicht mit Kundenrisiken in &#xDC;bereinklang bringen m&#xFC;ssen, ist die Anwendung des SST bereits im Ansatz verfehlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Betriebliche Vorsorgeeinrichtungen sind zweckorientierte Verm&#xF6;gen, welche in der Schweiz in Form von Stiftungen gef&#xFC;hrt werden. Diese sind von ihren Sponsorunternehmen juristisch und wirtschaftlich vollkommen getrennt. Ihre Eigner, die Versicherten, k&#xF6;nnen mit ganz wenigen Ausnahmen das eingebrachte Kapital nicht vor dem Alter 65 zur&#xFC;ckfordern. Pensionskassen behalten deshalb die individuellen Verm&#xF6;gen mindestens 40 Jahre und laufen keine Gefahr, dass diese in gr&#xF6;sserem Stil vorzeitig abgezogen werden. F&#xE4;llt zudem der Leistungsentscheid f&#xFC;r Altersrenten, was bei rund 70 Prozent aller Verm&#xF6;gen der Fall ist, bleiben die individuellen Kapitalien den Stiftungen &#xFC;ber rund 60 Jahre erhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die 2. S&#xE4;ule ist mithin unbeschr&#xE4;nkt risikof&#xE4;hig. Kurzfristige Liquidit&#xE4;tsengp&#xE4;sse, die sie unerwartet treffen und in der Substanz sch&#xE4;digen, kennt sie nicht. F&#xFC;r den Fall, dass einzelne ihrer Repr&#xE4;sentanten illiquid werden sollten, alimentieren Pensionskassen den Sicherheitsfonds. Er deckt die Anspr&#xFC;che der Versicherten bei Pleiten weit &#xFC;ber das Obligatorium hinaus. Die H&#xF6;he der erworbenen Leistungen ergibt sich aus den internen Zinsgutschriften nach Massgabe der Performance.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit schaffen Pensionskassen Mehrwerte mit nachhaltigen, kosteneffizienten Anlageerfolgen und einer gerechten Verteilung des Verm&#xF6;gens. Ihre nat&#xFC;rliche Risikof&#xE4;higkeit l&#xE4;sst sie Volatilit&#xE4;ten an Anlagem&#xE4;rkten aushalten und Schwankungsrisiken eingehen, die f&#xFC;r eine ansprechende Performance unerl&#xE4;sslich sind. Einj&#xE4;hrige Volatilit&#xE4;ten der Anlagevehikel sind f&#xFC;r sie nicht massgebend. Ihre wahren Risiken sind langfristig ungen&#xFC;gende Anlageerfolge.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Risiken k&#xF6;nnen Vorsorgeeinrichtungen mit einfachen Steuerungspaketen bewirtschaften. Die zunehmende Ausrichtung auf gesetzliche Auflagen und irref&#xFC;hrende, kurzfristig orientierte Kennzahlen verleitet sie dagegen zu sch&#xE4;dlichem Verhalten. Kurzfristige, reale Marktzinsen und stichtagbezogenen Deckungsgrade, die Solvenztests vorgeben, sind dumm, ebenso darauf aufbauende Steuerungen vermeintlicher Pensionskassenrisiken anhand von ALM-Analysen. Diese Steuerungspakete sind praktisch nichtssagend, ungemein teuer und n&#xF6;tigen die forcierten Laien-Manager zu ineffizientem, kontraproduktivem Verhalten. Die zentralen Risiken der betrieblichen Altersvorsorge werden dadurch verst&#xE4;rkt und lassen das Kapitaldeckungsverfahren zum Umwandlungsverfahren verkommen. Pensionskassen verlieren so im Dreis&#xE4;ulensystem ihren tragenden und ausgleichenden Wert.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;&lt;a id="stern" name="stern"&gt;&lt;/a&gt;Herbert Br&#xE4;ndli ist Betriebswirtschafter und Eidg. dipl. Pensionsversicherungsexperte mit einem breit diversifizierten Auftragsportefeuille. Herbert Br&#xE4;ndli ist Gr&#xFC;nder und Leiter der B+B Vorsorge AG, welche sich zur Aufgabe gemacht hat, mehr Dynamik und Transparenz in die berufliche Vorsorge zu bringen und ihren Kunden eine fundierte Beratung sowie interessante Alternativen zu bieten. &lt;a href="#stern-z"&gt;Zur&#xFC;ck&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Br&#xE4;ndli Herbert</dc:creator><dc:date>2010-06-25T00-00-00Z</dc:date></item></channel></rss>
