«Vernehmlassung ist kein PR-Gag»

Impressum: Leserbrief von Herbert Brändli zum Interview von Michael Ferber und Simon Gemperli mit BSV-Direktor Yves Rossier - Erschienen in der "Neuen Zürcher Zeitung" am 21.04.2011. Download Interview «Der Vormund darf nicht mit dem Geld des Mündels geschäften» vom 13.04.2011 (Mit freundlicher Genehmigung der Neuen Zürcher Zeitung).

Leserbrief von Gründer und Verwaltungsratspräsident Herbert Brändli der B+B Vorsorge AG auf das Interview mit BSV-Direktor Yves Rossier über die Vernehmlassung der BVG-Strukturreform.

Im Artikel «Der Vormund darf nicht mit dem Geld des Mündels geschäften» (NZZ-Sonderbeilage Altersvorsorge, 13.4.11) nimmt BSV-Direktor Yves Rossier Stellung zu den Geschäftsmodellen von Vorsorgeeinrichtungen, die er mit seinen Verordnungen zur BVGStrukturreform verbieten will. Dabei verkennt er, dass «richtige» Pensionskassen «made in Switzerland» weder Partei noch Anbieter, sondern Solidargemeinschaften von Arbeitnehmern sind, die sich selber organisieren und verwalten.

Es ist mir bekannt, dass in der Branche Profond, B+B und oft auch meine Person gerne gleichgesetzt werden. Hier handelt es sich aber um völlig unterschiedliche Institutionen und Player mit unterschiedlichen Aufgaben und Möglichkeiten. Wegen der Vermischung erwachsen Vorurteile und Vorwürfe, die der Stiftung schon einigen Schaden zugeführt haben, beispielsweise weil in Zürich eine fachlich völlig unbelastete Aufsichtsbehörde aufgrund von (teilweise selbst gestreuten) Gerüchten und Pressemitteilungen ihr Unwesen treibt. Ich persönlich habe mich mit der B+B Vorsorge AG und vielen anderen Exponenten bemüht, die Verordnungen zu analysieren und aufgrund unserer Erkenntnisse das Schlimmste abzuwenden. B+B hat in ihrem Wirkungskreis entsprechende Aufklärungsarbeit geleistet. Die erwähnten 250 ähnlich oder analog lautenden Stellungnahmen sind überzeugte Eingaben von engagierten KMU und Vorsorgeeinrichtungen. Ich erachte es als bedenklich und mehr als billig, wenn Herr Rossier, wenn auch indirekt, diese Wortmeldungen mit dem Hinweis auf eine einzige (falsche) Quelle als PR-Gag verharmlost.

 


Das Interview mit BSV-Direktor Yves Rossier - Erschienen in der "Neuen Zürcher Zeitung" am 13.04.2011 kann hier abgerufen werden.


 

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